Zu schwach am Schlagmal, Manager Huhnholz sauer: „Das war eine Blamage“

BASEBALL / Bundesliga: Wolfsburg Yahoos verlieren 3:9 und 1:3 bei den Berlin Phoenix

Sie waren längst nicht in Bestbesetzung angereist. Doch das Gastspiel beim abgeschlagenen Schlußlicht hatten sie sich ganz anders vorgestellt. So aber sorgte Baseball-Bundesligist Wolfsburg Yahoos durch die 3:9- und 1:3-Niederlagen im Doubleheader bei den Berlin Phoenix für eine Überraschung. Und dafür, daß die Berliner nun wenigstens wieder theoretische Chancen auf den Klassenerhalt haben. „Die Niederlage war kein Beinbruch“, meinte Yahoos-Manager Thomas Huhnholz. Er war sauer: „Das war schlimmer, eine Blamage.“

ZEICHENSPRACHE: Bei den Yahoos Baseballern hieß es in Berlin am Ende "Daumen runter". Foto: B. BaschinDabei fing alles prima an. Vier Innings lang stand es im Auftaktspiel 0:0, dann gingen die Yahoos mit 3:0 in Führung. Gordon Nobs auf dem Wurfhügel fühlte sich nicht mehr sicher genug, wollte ein Päuschen. Andre Scholz kam als Werfer – und die Berliner kamen heran. Und gingen im sechsten Inning ihrerseits mit 6:3 in Führung. Und das lag nicht nur an Scholz, „sondern“, so Huhnholz, „auch an unseren Schlagleistungen. Und wenn wir dann den Ball mal getroffen haben, fand er immer prompt den Weg in einen Handschuh der Berliner.“ Im zweiten Spiel pitchte Martin Stein, nach dem Ausfall von Thorsten Wöhner (Flitterwochen) und Frank Geffers (wieder Vater geworden) einziger verbliebener Stammwerfer. Doch am Schlagmal lief es für die Yahoos weiterhin nicht.

„Und das“, so urteilte Huhnholz, „war schwach. Mit allen Pitchern, Kenn Bau Brix und Oliver Madsack wären wir zwar stärker gewesen, doch eine Entschuldigung ist das nicht.“ Einzig erfreulich: Die Yahoos bleiben Fünfter, Verfolger Ratingen (ein Sieg weniger) bezog beim Vorletzten Diisseldorf zwei Niederlagen.