Wöhner stellte klar: „Ich spiele Baseball“

2. Baseball-Bundesliga: Wolfsburg Yahoos erwarten am Sonntag Holzwickede

Vertraut gegen Holzwickede seiner Wurfkraft und Catcher Michael Dörsam: Yahoos-Pitcher Thorsten Wöhner strebt einen Erfolg an. Foto: L. Landmann„Ich spiele Baseball.“ Top-Pitcher Thorsten Wöhner stellte vor dem Doubleheader seiner TSV Wolfsburg Yahoos gegen die Holzwickede Joboxers klar, daß er nicht für die zeitgleich in Burgdorf im HVN-Pokal spielenden Verbandsliga-Handballer des MTV Vorsfelde zur Verfügung steht. Statt dessen strebt er mit den Zweitliga-Baseballern am Sonntag von 12 Uhr an auf dem Platz an der IGS/Westhagen ,,zumindest einen Sieg“ an.

„Das war schon ein bißchen blöd, beide Begegnungen gegen Hochdahl wegen jeweils eines schlechten Innings zu verlieren“, gestand Wöhner ein. Wenigstens ein Spiel hätten die Yahoos gewinnen müssen. „Ich selbst habe auch einen Durchgang nicht gut geworfen“, stellte Wöhner selbstkritisch fest und fügte an: „Das müssen wir abstellen.“ Wöhner, der in den vergangenen Wochen zu den Leistungsträgern der Yahoos zählte, macht sich ein wenig sorgen um seine Fitneß: „Ich habe in dieser Saison bereits viel zu oft geworfen. Normalerweise stehe ich nur sieben Innings pro Spieltag auf dem Feld, eine gesamte Partie. Zuletzt kam ich aber viel häufiger zum Einsatz“, erklärte er. Folge: „Die Belastung spüre ich im Wurfarm, die Regenerationsphasen dauern länger.“

Aus diesem Grund ist der 25jährige froh, daß Teamkollege Martin Stein nach einer Verletzung so langsam zur alten Form zurückfindet. Beide spielen eine wichtige Rolle im Konzept von Spielertrainer Ronald Beiker, der am Wochenende auf Pitcher Markus Eichhorn verzichten muß. Eichhorn gehört ebenso wie Wöhner zum Handball-Team des MTV Vorsfelde, in dessen Reihen er in Burgdorf antritt. „Einen von uns braucht Vorsfelde schon“, begründete Wöhner.

Das Geheimnis seines (Wurf-)Erfolgs führt Wöhner auf mehrere Umstände zurück: Zum einen verfüge er über enorme Wurfkraft. „Das kommt vom Handballspielen“, weiß er. Zum anderen habe sein „Lieblingscatcher“ Michael „Magger“ Dörsam großen Anteil an Wöhners Leistung. „Wenn die gegnerischen Spieler anfangen, meine Bälle zu treffen, gibt Magger mir Tips, wie ich werfen soll. Wir vertrauen uns“, berichtete Wöhner.

Die Belohnung für gute Leistungen läßt nicht lange auf sich warten: Vom 24. bis zum 27. Mai nimmt Wöhner gemeinsam mit dem nachnominierten Martin Stein mit der Nationalmannschaft an einem internationalen Turnier in Braschaat/Belgien teil. Gegner sind dann die Auswahlen der Niederlande und Belgiens.