Vor eigener Kulisse flattern die Nerven

Baseball, 2. Liga: Yahoos mit nur einem Erfolg

In der 2. Baseball-Bundesliga scheint vieles möglich zu sein. Diese Erfahrung dürfte den Yahoos des TSV Wolfsburg etwas Mut machen. Denn während Spitzenreiter Krefeld gleich zwei Heimspiele verlor, leisteten sie sich selbst gestern ein unerwartetes 12:18 gegen Ennepetal – eine anerkannt spiel- und personalschwache Mannschaft. Das zweite Spiel wird mit 7:0 für die Yahoos gewertet, da Ennepetal aufgeben mußte.

Vor eigener Kulisse flattern die NervenYahoos-Trainer Ronald Lee Rice war gleichermaflen entsetzt wie verständnisvoll: „Das war nun ganz und gar nicht zu erwarten“, ärgerte er sich, fügte aber hinzu: „Es liegt nicht an spielerischen Mängeln, sondern hauptsächlich an den Nerven.“ Wieder einmal, wie schon so oft, agierten die Yahoos vor eigener Kulisse ausgesprochen unkonzentriert, nervös. Das zog sich bis ins siebte Inning. Da stand es aber immerhin noch 11:11-Verlängerung.

Nun waren die Yahoos völlig von der Rolle. Sie verloren diesen Abschnitt 1:7. Gar nichts ging. Vielleicht lag es auch daran, daß Stammpitcher Thorsten Wöhner mit verletztem Wurfarm nur zwei Innings durchhielt und Oliver Madsack und Walter Schauer ihn nicht ganz ersetzen konnten. Und vielleicht lag’s auch daran, daß Ennepetal alle Kraft in dieses eine Spiel legte. Die Folge für das Schlußlicht: Ein Spieler war der Hitzeschlacht im zweiten Match nicht mehr gewachsen, womit Ennepetal einen Akteur zuwenig hatte. Neun sind Pflicht. Und nur mit neun Aktiven waren die Gäste angereist. Es folgte der Abbruch – 7:0 für Wolfsburg heißt die Wertung.

„Das zweite Match hätten wir aber sowieso gewonnen“, war sich Rice sicher. Genauso sicher ist er sich auch, daß der Abstieg kein Thema ist, selbst wenn die Ausbeute gegen die Mannen aus Nordrhein-Westfalen geringer ausfiel als erwartet.