BASEBALL / Bundesliga: Yahoos erwarten morgen die Cologne Dodgers – Punkteteilung das Minimalziel
„Es wurde auch langsam Zeit“, ist Thorsten Wöhner, Bundesliga-Baseballer bei den Yahoos, erleichtert. In doppelter Hinsicht: Seit zwei Spieltagen steht der Nationalspieler wieder auf dem Feld und genauso lang fahren die Wolfsburger wieder Siege ein. Und das soll so bleiben. Denn wenn sie in der Klasse bestehen wollen, müssen am Samstag ab 13 Uhr an der IGS Westhagen auch Punkte gegen die Cologne Dodgers her.
„Es sieht ganz gut aus“, urteilt Wöhner, der neben Martin Stein wieder auf dem Werfer-Hügel stehen wird, „eine Punkteteilung beim Doubleheader wäre mehr als gerecht.“ Und die brauchen die Yahoos auch: Zwar herrscht Punkte-Gleichstand mit den Hamburg Knights, aber der direkte Vergleich drückt sie noch auf den letzten Platz. „Die Dodgers sind alte Bekannte aus einigen Freundschaftsspielen und der Begegnung in der Hinrunde“, erzählt Manager Thomas Huhnholz über die morgigen Gegner. Denen unterlagen die TSV-Baseballer aber mit 0:5 und 4:9.
Wöhner könnte sich jedoch als Joker erweisen – den Pitch-Spezialisten kennen die Kölner noch nicht. Sein rechter Wurfarm hält den Curves (Würfe mit Drall) wieder stand. Wöhner: „Nach dem letzten Spiel hatte ich außer Muskelkater keine Probleme.“ Schwierigkeiten hat aber Gordon Nobs, der Mann an der dritten Base: Mit einem gebrochenen Finger muß er morgen auf der Bank sitzen und zuschauen.
Ein konzentriertes Auge auf die Aktionen der Domstädter wird auch Tom Kelly werfen. „Base-Coaching“ nennt man den Job, den der Gast aus den USA zu erfüllen hat: Dem Gegenüber auf die Finger schauen, Schwächen erkennen und den Yahoos per Zeichensprache die entsprechenden Winks geben. Bis dahin will er das Pitching der Wolfsburger etwas feilen, berichtet Wöhner aus dem Training – „von dem können wir viel lernen.“

