Lokstedts Pitcher führte Yahoos vor

Baseball-Bundesliga: Wolfsburger verloren zwei Partien

Einen herben Rückschlag musste Baseball-Bundesligist TSV Wolfsburg Yahoos einstecken, der bei den Lokstedt Stealers mit 3:7 und 0:3 verlor. Im Vorfeld planten die VW-Städter zwei Siege gegen die Vorstadt-Hamburger ein. Jetzt müssen sie sich mit dem unliebsamen siebten Platz zufrieden geben. Droht den Yahoos nun der Existenzkampf um den Klassenerhalt?

Diese Szene waren in Lokstedt Mangelware. Stealers-Pitcher Michael Wäller verwehrte den Yahoos (hier Walter Schauer) meist den Lauf zur ersten Base. Foto: Britta KoroppNach dem überraschenden Sieg gegen die vermeintliche Übermannschaft der Köln Dodgers sollten zwei Siege in Lokstedt quasi im Vorbeigehen eingefahren werden. Doch die Stealers konnten sich vor einigen Wochen gezielt mit Tim Flores und Chris Barnes verstärken. Die Neuzugänge gaben den Elbestädtern wieder das nötige Selbstvertrauen. „Die Lokstedter waren sehr aggressiv am Schlagmal und sie stahlen Bases sehr oft. Wir gaben ihnen auch zu viele Chancen, verschenkten zu viel Freiläufe“, erklärte Infielder Sascha Stäritz.

Die Yahoos versuchten ihr Bestes, doch der Baseball-Gott war anscheinend kein Wolfsburger. Nachdem Spielertrainer Scott Hall die ersten drei Innings auf dem Werferhügel absolviert hatte, sollte Artur Abrams als Pitcher die Verantwortung übernehmen. Doch er konnte seine Aufgabe nicht lange ausführen, denn Flores schlug ihm die harte Lederkugel ans Schienenbein. Stäritz: „Für einen Moment dachten wir, dass Abrams Bein gebrochen wäre, doch glücklicherweise war er in der Lage, weiterzuspielen. Jedoch pitchen konnte er nicht mehr. “ Für Abrams beendete dann Stefan Peter die Partie als Werfer.

In Begegnung zwei war die Luft beim Schlagen endgültig raus. Stealers-Nationalpitcher Michael Wäller präsentierte sich in Hochform und ließ kaum eine Hit der Wolfsburger zu. Allein Peter gelang ein Schlag. Damit vereitele er ein „Perfektes Spiel“ des Loktedters. Am Ergebnis änderte dies jedoch nichts. Die Yahoos konnten einen Spieler vollständig die Bases umrunden lassen. „Wäller kontrollierte die Partie nach Belieben. Dabei warf er nicht hart, doch die Exakheit seiner Würfe und die ständigen Tempowechsel brachten uns aus dem Rhythmus“, musste der Infielder eingestehen.

Wällers Gegenspieler Thorsten Wöhner war ähnlich gut, doch im dritten Inning hatte er einen Aussetzer. Drei Punkte kamen durch einen Fehler ins Ziel. Zuvor verschuldete Wöhner einige Walks. Den Rückstand holten die Wolfsburger nicht mehr ein.

Gründe für die Niederlagen suchte Stäritz im schwach besetzten Kader: „Wir hatten acht Spiele in acht Tagen. Das ist von unserem Rumpfteam schwer zu kompensieren. Hinzu kommt, dass einige Spieler keinen guten Tag hatten. Die US-Boys waren beim Schlagen sehr schwach. Allein Peter zeigte eine kontinuierlich gute Leistung. An ihm sollten wir uns ein Beispiel nehmen.“