Entscheidung auf dem Hügel: Stein macht aus Phoenix Asche

BASEBALL / Bundesliga: 3:14 und 4:1 gegen Berlin – Wolfsburg vertagt die Rettung

Sascha Stäritz kickte seinen Helm ins Auffangnetz, Stefan Peter streckte den frotzelnden Gäste-Fans den Stinkefinger entgegen. Die 3:14-Klatschc in der ersten Partie des Doubleheaders gegen Schlußlicht Berlin Phoenix kratzte am Nervenkostüm der Wolfsburg Yahoos. Trotzdem: Bei den heimischen Baseballern bleibt nach einem 4:1-Erfolg in Spiel zwei in der Zwischenrunde der Bundesliga alles im grünen Bereich. Wolfsburg hat den Klassenerhalt noch in der eigenen Hand.

EIN SIEG, EINE NIEDERLAGE: Die Wolfsburg Yahoos (h. Timo Schwember) haben den Klassenerhalt noch nicht perfekt gemacht. Foto: B. BaschinDer wäre bei zwei Siegen gegen Berlin sicher gewesen. Doch Phoenix spielte in Partie eins clever. „Wenn sie die Base besetzt hatten, haben sie mit Bunts ihre Leute nach Hause gebracht“, erklärte Yahoos Coach Jason Matthew Doll. Stimmt: Berlin wollte den Ball gar nicht schlagen, sondern ließ ihn ins Infield abklatschen. Die Taktik ging auf.

Frust hingegen bei den Yahoos. Fast alle Hits landeten in den Fanghandschuhen der Gäste. Und wenn Phoenix mal in Bedrängnis kam, stoppte Wolfsburg sich selbst. So traf der Schlag von Oliver Madsack Teamkollege Gordon Nobs beim Run vom ersten aufs zweite Base – autsch! Nobs war raus. Am Ende gewann Berlin mit 11:3 (ten-run-rule). Madsack: „Wir müssen an der Platte aggressiver werden, brauchen mehr Hits.“

Die Aggressivität nach der Pleite war da. Und mit Martin Stein bestieg Wolfsburgs Matchwinner den Wurfhügel. „Er hat fantastisch gepitcht“, so US-Boy Doll begeistert. Steins Berliner Pendant Michael De Gelmini schien währenddessen der Arm abzufallen – er pitchte alle 15 (!) Innings des Tages. Doll: „Ihm fehlte die Kraft. Ein klarer Vorteil für uns.“ Den nutzten die Yahoos, siegten mit 4:1. Jetzt darf wohl gegen Ratingen der Klassenerhalt gefeiert werden.