01. Jan 1997 - Datum N/A, Wolfsb. Allgemeine Zeitung - 0 Kommentare

Drei Innings lang sah es noch sehr gut aus

BASEBALL / 1. Liga: Wolfsburg 7:18 und 1:11 gegen Bonn

Michael Studivent war ehrlich. „Wir sind alle ziemlich enttäuscht“, gab der Coach der Wolfsburger Baseballmannschaft Yahoos zu. Schien sich die Leistung des Bundesliganeulings trotz der Niederlagen in den vergangenen Wochen stetig zu steigern, so mußten die TSV-Baseballer gegen Tabellenführer Bonn Capitals am Samstag an der IGS Westhagen mit 7:18 und 1:11 zwei derbe Tiefschläge einstecken.

SCHLAG AUF SCHLAG DANEBEN: Die Wolfsburg Yahoos (l. Oliver Stange) gingen gestern gegen Bonn zweimal in Führung - verloren aber beide Partien. Foto: Hermstein

Dabei sah es bis zum dritten Inning des ersten Spieles noch sehr gut aus für die Yahoos. Nach Punkten von Stefan Peter und Oliver Stange zum 2:1 hieß es im Gegenzug zwar gleich 2:9, doch die Zuschauer gerieten trotzdem ins Jubeln: Alle Bases waren von den Wolfsburgern besetzt, und noch immer war kein Wolfsburger Schläger aus. Die Yahoos funktionierten für wenige Minuten wie ein Uhrwerk, Michael Dörsam und Sascha Stäritz legten gezielte Schläge in das linke Outfield vor, zwei Walks (je drei unereichbare Bälle) bekamen sie von den Bonnern geschenkt. Nacheinander erreichten Oliver Madsack, Gordon Nobs, Norman Spiller und Stefan Peter die Home Base – nur noch 6:9.

Auf diese Weise hätten Studivents Schützlinge zumindest mit den Titelfavoriten mithalten können. Doch Nervosität machte sich breit: Bereiteten die weiten Schläge der Gegner am Anfang vor allem dem Outfield Schwierigkeiten, so schlichen sich in der Folgezeit mehr und mehr Fangfehler an den Bases ein. „Das war der Hauptgrund für die Niederlage“, so der Trainer.

„Die Bonner waren einfach abgeklärter als wir“, begründete Manager Thomas Huhnholz die Niederlage, „sie nahmen eher das Risiko in Kauf, auch mal einen Mann an den Bases zu verlieren und liefen los.“ Nur Walter Schauer holte im zweiten Spiel einen Punkt – das war die Führung im ersten Inning, dann kam, wie stets, das dicke Ende.