Die Zehner-Abwehrkette hält 18 Minuten

Fußball, TSV Wolfsburg: Die Yahoos-Baseballer verlieren das Vereins-Duell mit 6:8

Petrus weinte bitterlich, aber das Fußballherz lachte fröhlich. Im vereinsinternen Benefizspiel des TSV Wolfsburg zugunsten der Kinderklinik des Wolfsburger Krankenhauses bestaunten 200 Zuschauer nicht weniger als 14 Tore. Am Ende setzten sich die Verbandsliga-Fußballer des TSV gegen die Baseballer der TSV Yahoos mit 8:6 (5:3) durch – ein Schützenfest im Stadion West.

ERFOLGREICHE JAGD NACH DEM RUNDEN LEDER: Mit 8:6 setzten sich die TSV-Fußballer (links Roberto De Giorgi) gegen die Yahoos-Baseballer (rechts Rüdiger Funke und Udo del Gallo) durch. Foto: ThiesDie Fußballer staunten zunächst nicht schlecht: Ihre ungeübten Gegner demonstrierten Defensivfußball in Perfektion, überraschten mit dem völlig neuartigem System der Zehner-Abwehrkette. Geschlagene 18 Minuten dauerte es dann auch, bis der Hexenmeister im Yahoos-Kasten, Thorsten Wöhner, erstmals hinter sich greifen mußte. Dann jedoch kam’s knüppeldick: Die Fußballer zogen binnen 14 Minuten uneinholbar auf 5:0 davon. Uneinholbar? Denkste!

Die Baseballer, angetrieben durch die Aktivposten Martin Stein und Andreas Wiese, mobilisierten jetzt sämtliche Kräfte, heizten der TSV-Deckung gehörig ein. Keeper Patrick Wende, der inzwischen auf einem Stuhl platzgenommen hatte, war jetzt kaum noch in der Lage, sich rechtzeitig zu erheben. Trainer Fredi Rotermund griff sogar zum äußeren Mittel. Seine Maßnahme, sich selbst einzuwechseln, nutzte jedoch nichts: Die wie entfesselt aufspielenden Yahoos, immerhin Aufsteiger in die 1. Baseball-Bundesliga, verkürzten noch vor der Pause auf 5:3.

Nach dem Wechsel wurden die Torhüter getauscht: Wöhner stand jetzt bei den Fußballern, Wende bei den Baseballern im Gehäuse. Am munteren Toreschießen änderte sich dadurch nichts. Beide Teams ließen es noch jeweils dreimal klingeln, schraubten das Resultat auf ein 8:6 für die Fußballer. Der Yahoos-Manager konnte sich das Lachen nicht verkneifen. „Eine sehr unglückliche Niederlage“, kommentierte Thomas Huhnholz, „aber ich glaube, alle Beteiligten hatten viel Spaß dabei.“ Ein Rückspiel soll’s im Frühjahr geben: Dann wird allerdings Baseball gespielt.

Tore: 1:0 (18.) Saibi, 2:0 (22.) Kari, 3:0 (26.) S. Pinelli, 4:0 (29.) Sorge, 5:0 (32.) Funke (Eigentor), 5:1 (36.) Scharke, 5:2 (43.) Bagusat, 5:3 (44.) Wiese, 5:4 (60.) Spiller. 6:4 (65.) Saibi, 6:5 (69.) Scholz, 7:5 (77.) Randazzo, 7:6 (80.) Scharke, 8:6 (90.) Kari.