„Deutsche Regeln muß ich noch lernen“

BASEBALL / Yahoos: Studivent des Feldes verwiesen – Längere Sperre gerade noch vermieden

Beinahe hätte Headcoach Michael E. Studivent beim ersten Spiel gegen die Berlin Phoenix am kommenden Samstag den Rasen nicht betreten dürfen. Der Grund: Die beiden Umpires (Schiedsrichter) aus Göttingen verwiesen den US-Boy des Platzes – eine Sperre für einen Spieltag wie bei Gelb-Rot bei Profi-Fußball wäre normalerweise die Folge gewesen.

Im fünften Inning des ersten Spiels wollte Studivent den Wolfsburgern aus der Patsche helfen, während die Knights bereits mit 12:1 in Führung lagen. Deshalb nahm er selbst den Schläger in die Hand und wollte einige Minuten auch als Pitcher das Ruder herumreißen. Als die Unparteiischen zum wiederholten Male kein Strike zählen wollte, verlangte der Amerikaner mit der Rückennummer 1 eine Erklärung. In Diskussionen mit den Spielern wollten sich die Umpires jedoch nicht einlassen und verwiesen Studivent des Feldes.

Nur die Beschwichtigungsversuche der TSV-Baseballer verhinderten Schlimmeres – eine Sperre für das kommende Wochenende. So mußte sich Studivent lediglich für das zweite Spiel am selben Tag an den Spielfeldrand setzen.

„Willkommen beim Deutschen Baseball“, kommentierte der Trainer seinen Platzverweis giftig. Das sei ihm im ganzen Leben noch nicht vorgekommen. Schließlich habe er ein Recht darauf, seinen Standpunkt zur Zählweise der Umpires darzulegen, zumindest als Teamcoach. Und ein solcher sei er zu dem Zeitpunkt zweifelsohne gewesen, habe er sich doch vom Pitcher Hügel entfernt und direkt vor dem Schiedsrichter gestanden. Studivent: „Die genauen Regeln muß man in Deutschland noch lernen.“