Baseball-Bundesliga: Yahoos steigerten sich nach Auftaktschlappe gegen Paderborn
Am Ende war’s doch spannend Baseball-Bundesligist TSV Wolfsburg Yahoos verlor am Sonnabend gegen die Paderborn Untouchables mit 2:10 (0:1, 0:6, 2:0, 0:2, 0:1, 0:0, 0:0) und 8:9 (1:1, 4:0, 0:1, 0:6, 0:1, 3:0, 0:0). Dabei hatten die Gastgeber den Sieg gegen den Favoriten im zweiten Spiel bis zum Schluß auf dem Schläger – die Überraschung knapp verpaßt.
Die VW-Städter begannen die erste Partie sehr nervös. Es schien, als hätten sie großen Respekt vor dem Vizemeister. Alexander Baham, der schon in einem Reseveteam der Los Angeles Dodgers gespielt hatte, läutete mit einem Homerun die Punktejagd für die Ostwestfalen ein.
Selten ein Rezept gefunden
Sechs Runs kassierte die Mannschaft um Pitcher Thorsten Wöhner. Sie verschenkte viele Punkte durch vermeidbare Fehler, und Wöhner fand selten ein Rezept gegen die schlagstarken Gäste. Spielertrainer Jason Doll setzte dann den neuen Amerikaner Dustin Carlson ein, der mit seinen sehr schnellen Würfen den Paderbornern Rätsel aufgab. Dennoch konnte er die Auftaktniederlage nicht mehr verhindern.
Das zweite Spiel verlief dagegen sehr viel spannender. Doll und Co. legten nun jeden Respekt ab und zeigten zeitweise Baseball auf hohem Niveau. Doll: „Ich habe den Spielern gesagt, daß die Gegner auch nur Menschen sind und Fehler machen. Die großen Namen haben auf dem Spielfeld keine Bedeutung.“
Nach einer 20minütigen Regenpause gingen sie sogar mit 5:1 in Führung. Als Wöhner den großartig aufspielenden Carlson aufgrund der Ausländerregel vom Wurfhügel ablösen mußte (maximal drei Innings pro Spiel darf ein ausländischer Akteur pitchen), begann die Aufholjagd der Untouchables. Der glücklose Pitcher mußte ein ums andere Mal zusehen, wie seine Würfe ins Spielfeld geprügelt wurden.
Aber die Gastgeber steckten nicht auf. Andre Scholz ersetzte Wöhner und ließ in drei Innings nur einen Punkt zu. Die Offensive zeigte nun die schon verloren geglaubte Angriffsstärke und verkürzte den Rückstand auf einen Punkt. Im letzten Spielabschnitt hätte Gordon Nobs bei drei Spielern auf den Bases den Sieg für die Yahoos erringen können. Ein Flyout, der Ball wurde aus der Luft gefangen, machte jedoch alle Träume zunichte.
Doll zuversichtlich gestimmt
Doll war dennoch mit der Leistung zufrieden: „In Anbetracht des Favoritenstatus‘ des Gegners gestalteten wir die zweite Begegnung sehr ausgeglichen. Besonders beim Schlagen zeigten die Jungs eine deutliche Leistungssteigerung.“ Diese Entwicklung stimmt Doll für die nächsten Spiele zuversichtlich. „Wir haben gezeigt, daß man mit uns rechnen muß“, fügt der Spielertrainer hinzu. Es sei sein Ziel, die Mannschaft kontinuierlich zu verbessern. Eine leichte Steigerung erkenne er bereits. Jetzt würden nur noch die zählbaren Erfolge fehlen.