08. Juni 1998 - Wolfsb. Allgemeine Zeitung - 0 Kommentare

Dreifache Premiere: Ein Homerun, ein froher US-Boy und zwei Siege

BASEBALL / Bundesliga: Die Wolfsburg Yahoos schicken die Berlin Phoenix mit 11:9 und 12:1 nach Hause

Dreifache Premiere für die Wolfsburg Yahoos! Der Bundesligist gewann erstmals im Baseball-Stadion am Freibad West beide Spiele des Doubleheaders. Nach einem 11:9 im ersten Match wurde es in der zweiten Begegnung deutlich. Mit 12:1 wurde Bcrlin Phoenix überrannt. Gordon Nobs schaffte dabei den ersten Homerun. Und für Jason Matthew Doll waren es die ersten Siege im Yahoos-Trikot. „Ein Doppel-Erfolg. Endlich“, strahlte der US-Boy.

DIE BASE ERREICHT: Timo Schwember (r.) von den Wolfsburg Yahoos gehörte zu den Stärksten am Schlagmal. Am Ende besiegte der Baseball-Bundesligist Berlin mit 11:9 und 12:1. Foto: Schulze

Nur die Auftaktpartie war spannend. Berlin startete mit vier Runs. Doch drei Yahoos erreichten im Gegenzug die Home-Base – nur noch 3:4. „Beim Schlagen haben wir sie im Sack gehabt“, so Yahoos Pitcher Martin Stein. Vor allem Timo Schwember und Doll glänzten mit ihren Hits. Schwember schaffte zwei Triples und war mit drei Runs erfolgreichster Yahoos. „Bill Waite hat mir viele Tips gegeben“, lobte Schwember den US-Trainer. Die Yahoos drehten die Partie um, mußten im letzten Inning beim Stand von 11:7 aber zittern. Berlin verkürzte (bei erst einem Out) auf 9:11. Doch dann das Doppel-Aus für Phoenix. Stein setzte den zweiten Schläger matt, ein dritter Berliner folgte aufgrund einer Behinderung 11:9, Wolfsburg jubelte.

Im zweiten Spiel ging’s dann ganz schnell. Berlins Pitcher war von der Rolle, ließ im ersten Inning elf Runs zu. Darunter ein „Homerun inside the park“ von Gordon Nobs. „Das ist schwieriger als ein nomaler Homerun. Denn der Ball bleibt im Feld liegen und kann vom Gegner noch zurückgeworfen werden“, so Yahoos Manager Thomas Huhnholz. Fast hätte Pitcher Frank Geffers einen Shot-Out geschafft. Doch Nobs rutschte der Ball durch die Beine und Berlin schaffte den Ehrenpunkt.