01. Mai 1998 - Wolfsb. Allgemeine Zeitung - 0 Kommentare

Das Feld der Träume ist noch nicht fertig

BASEBALL / Bundesliga: Hinter der Heimpremiere gegen die Düsseldorf Senators steht ein Fragezeichen

Die Sonne strahlt vom Himmel, Bauarbeiter schieben schweißbedröppelt Schubkarren mit Rollrasen vor sich her. Und Thomas Huhnholz ist dieser Tage kein Kaufmann – nein, der Manager der TSV Wolfsburg Yahoos ist Leiter eines fast fertiggestellten Projekts: Das neue Stadion des Baseball-Bundesligisten auf dem ehemaligen Gelände des Freibades West. Morgen (13 Uhr) soll es mit dem Heimspiel gegen die Düsseldorf Senators eingeweiht werden.

DAS FELD DER TRÄUME: Damit die Wolfsburg Yahoos das größte Stadion in der Baseball-Bundesliga haben, greift auch TSV-Manager Thomas Huhnholz selbst zur Schubkarre. Foto: Hensel

Doch hinter der Einweihung steht noch ein großes Fragezeichen. Schuld sind die Regenfälle der letzten Tage. „Deswegen wird es wohl nicht gehen“, mutmaßt Huhnholz, „der Rasen braucht mindestens drei Tage zum Wurzeln.“ Auch wenn an einigen Stellen das Grün noch unter Wasser steht, einige Aufbauarbeiten noch geleistet werdell müssen – das Feld der Träume nimmt von Tag zu Tag klarere Konturen an. „Wenn das fertig ist“, schwärmt der Yahoos Manager, „wird es mit Abstand das größte der Bundesliga sein, vom Komfort her zu den Top fünf in der Liga gehören.“ Die Anlage bietet auch die Möglichkeit, überregionale Baseball-Ereignisse nach Wolfsburg zu holen. „An so etwas haben wir bei den Planungen gedacht“, berichtet Huhnholz,  der mit strahlenden Augen auf das weite Grün schaut.

Der Platz hat ungefahr die Größe zweier Fußball-Felder. Ein Teil ist mit Rollrasen ausgelegt, hinter der Tribüne steht in einem Raum eine Ballmaschine, damit die Spieler Schlagtraining üben können. Huhnholz: „Davn gibt’s in Deutschland nur drei Stück in überdachter Form.“

Rund 350.000 Mark kostet das neue Yahoos-Stadion. 50.000 Mark kamen von der Stadt. „Der Rest“, so Huhnholz, „wurde über die Sparte Baseball finanziert.“ Das Gelände hat der-Klub gepachtet. Alles läuft nach Plan. Ein paar zusätzliche Sponsoren würde sich der Manager noch wünschen. Die Vorfreude auf die Premiere ist riesig. Huhnholz: „Dann werden unsere Sparte und viele Helfer auf der Tribüne sitzen und sagen: ‚Das hier haben wir geschafft‘.“